Aus einer alten Industriefläche wird ein neuer Wald – öffentlich zugänglich, mit einem Rundweg für die ganze Nachbarschaft.
Wie werden aus 100.000 Quadratmetern Kraftwerksbrache rund 70.000 Quadratmeter Wald- und Grünflächen und 30.000 Quadratmeter neues Wohnen? Das ist die Aufgabe, die auf dieser Fläche gerade gelöst wird.
Luftbild: Regionalverband Ruhr (RVR)
Was hier früher war: Mitte des letzten Jahrhunderts wurden die Aschen aus dem Kohlekraftwerk Karnap auf dem Gelände neben der Mathias-Stinnes-Siedlung abgelagert. Seitdem liegt die Fläche brach – für Wohnen oder Wald ist sie in ihrem heutigen Zustand nicht zu gebrauchen.
Die Lösung: Dort, wo später gewohnt wird, werden die Aschen vollständig ausgehoben – und in den Kern des künftigen Hügels im Norden umgelagert. Dort werden sie dauerhaft sicher eingeschlossen und mit mehreren Metern geprüftem Boden überdeckt. So entsteht aus dem Problem von gestern das Fundament für den neuen Wald.
Das Ergebnis: Auf dem Hügel wachsen einheimische Bäume und Sträucher, mit Wegen für alle. Und wo die Aschen entnommen wurden, entsteht auf neuem, geprüftem Boden ein Wohngebiet – auf sicherem Grund.
Schematische Darstellung, an der aktuellen Planung orientiert.
Wo heute Erde bewegt wird, wachsen in wenigen Jahren Bäume: Auf rund 70.000 Quadratmetern entstehen neuer Wald und Grünflächen – mehr Grün, als je auf dieser Fläche stand.
Die neuen Bäume binden CO₂, produzieren Sauerstoff und kühlen an heißen Tagen die Umgebung – gut für die Luft im Viertel.
Ein Weg führt einmal um den begrünten Hügel – zum Spazieren, Joggen und für die Runde mit dem Hund.
Der Park gehört nach Fertigstellung zum Stadtteil: öffentlich zugänglich, ohne Zaun, ohne Eintritt.
Der Waldpark wächst nicht auf ebener Erde, sondern auf einem eigens dafür gebauten, sanften Hügel – Fachleute nennen so etwas ein Landschaftsbauwerk. Er erfüllt zwei Aufgaben zugleich:
Er schließt die Vergangenheit sicher ein. Die Aschen aus der Kraftwerkszeit – auch jene, die dort ausgehoben werden, wo später gewohnt wird – kommen in den Kern des Hügels. Dort werden sie dauerhaft eingeschlossen und mit einer dicken Schicht aus sauberem, geprüftem Boden abgedeckt.
Und er schafft die Grundlage für den Wald. Auf der Abdeckung wachsen später die Bäume des Waldparks – der Hügel wird zum höchsten Grün von Karnap.
So ist der Hügel aufgebaut
Vereinfachte Darstellung des Prinzips.
Damit der Hügel entstehen kann, wird die Fläche zurzeit vorbereitet: Geprüftes Bodenmaterial wird angeliefert und Schicht für Schicht eingebaut. Das sieht nach viel Bewegung aus – und läuft nach einem klaren, genehmigten Plan.
Transparenz gehört dazu: Den behördlich genehmigten Sanierungsplan und die zugehörige Ergänzung stellen wir hier als PDF zum Nachlesen bereit.
Auf der Seite Aktuelles berichten wir regelmäßig, was auf der Fläche passiert – mit Bildern direkt von der Baustelle. Antworten auf die häufigsten Fragen aus der Nachbarschaft sammeln wir unter Häufige Fragen und ergänzen sie laufend.